05-2026 - Prozessmanagement, DMS und KI:

Prozessmanagement, DMS und KI: Die Formel für durchgängig digitale Geschäftsabläufe

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Auf einen Blick 

Die Kombination aus Prozessmanagement, Dokumentenmanagementsystem (DMS) und Künstlicher Intelligenz (KI) ist die Grundlage für wirklich effiziente Geschäftsabläufe. Sie senkt Prozesskosten um 20–25%, verkürzt Durchlaufzeiten um 15% und reduziert manuelle Bearbeitungszeit um bis zu 40%. Wer nur Dokumente digital ablegt, hat den entscheidenden Schritt noch nicht getan. 

Viele Unternehmen stehen heute an einem paradoxen Punkt ihrer digitalen Transformation: Die Aktenordner sind zwar aus den Büros verschwunden und wurden durch PDFs ersetzt, doch die eigentlichen Geschäftsprozesse sind dadurch kaum effizienter geworden. Dokumente werden als E-Mail-Anhänge durch Abteilungen geschickt, Freigaben versickern in Postfächern und Medienbrüche zwingen Fachkräfte zu manuellen Mehrfacheingaben. 

Der Grund dafür ist einfach: Die blosse digitale Ablage von Informationen ist noch kein Prozessmanagement. 

Wie funktioniert das Zusammenspiel von DMS, Prozessmanagement und KI? 

Der grösste messbare Nutzen in der Prozessoptimierung entsteht genau dort, wo sich Prozessmanagement, DMS und Künstliche Intelligenz überschneiden. Die drei Komponenten ergänzen sich zu einem durchgängigen System: 

Prozessmanagement mit DMS und KI

Was leistet ein DMS als Informationsbasis im Prozesskontext? 

Komponente 1: DMS = Datenbasis 

Ein leistungsstarkes DMS (Dokumentenmanagement-System) fungiert als Single Source of Truth. Es stellt nicht nur die strukturierte Ablage und die gesetzlich geforderte, revisionssichere Archivierung sicher, sondern garantiert vor allem den blitzschnellen Zugriff auf entscheidungsrelevante Informationen aus dem Prozess heraus. Das Dokument «wartet» im DMS darauf, durch einen Prozessschritt aktiviert zu werden. 

Ohne DMS bleiben Prozesse fragmentiert und ineffizient. Mit einem DMS als Rückgrat wird jedes Dokument zum aktiven Teil des Workflows. 

Wie steuert Prozessmanagement die Abläufe im Unternehmen? 

Komponente 2: Prozessmanagement = Steuerung 

Hier wird definiert, wer, wann, was tun muss. Automatisierte Workflows reduzieren manuelle Tätigkeiten, minimieren Fehlerquellen und sorgen dafür, dass Fristen eingehalten werden. Standardisierte Prozesse lassen sich schneller und vor allem nachvollziehbar abwickeln. 

Transparente, strukturierte Prozesse sind die Grundvoraussetzung für Effizienz und Qualität in jedem Fachbereich – sei es im HR, in der Finanzabteilung oder im Einkauf. 

Wie beschleunigt KI die Dokumentenverarbeitung und Prozessautomatisierung? 

Komponente 3: KI = Automatisierung und Intelligenz 

Wenn künstliche Intelligenz (KI) Dokumentenmanagement und Prozesse anreichert, wechselt man von der reinen Verwaltung in die aktive Assistenz. Aktuelle Analysen zeigen: 

  • KI verbessert die Genauigkeit bei der automatischen Klassifikation von Dokumenten um über 30% 
  • Die manuelle Bearbeitungszeit sinkt durch intelligente Datenextraktion um bis zu 40% 
  • KI liest Rechnungen oder Verträge aus und übergibt die extrahierten Metadaten direkt an den Workflow 
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Wie lässt sich Prozessautomatisierung ohne grossen IT-Aufwand umsetzen? 

Ein häufiger Einwand von IT-Leitern und C-Level-Entscheidern gegen tiefgreifendes Prozessmanagement sind befürchtete monatelange Entwicklungsprojekte. Diese Sorge ist durch moderne Low-Code-Ansätze unbegründet geworden. 

Mit Werkzeugen wie dem d.velop process studio, einem visuellen Prozessmodellierungstool des deutschen Softwareanbieters d.velop, können Fachbereiche und Prozessverantwortliche standardisierte Workflows per Drag-and-drop selbst modellieren. Die Vorteile im Überblick: 

  • IT-Ressourcen werden geschont 
  • Implementierungszeiten für Prozessautomatisierungen reduzieren sich um 50–70% 
  • Fachabteilungen definieren ihre Prozesse selbst 
  • Die IT stellt lediglich die sichere, integrierte Plattform zur Verfügung 

Welche messbaren Mehrwerte zeigt die Eingangsrechnungsverarbeitung als Praxisbeispiel? 

Die Digitalisierung von Geschäftsprozessen korreliert bei mittelständischen und grossen Unternehmen mit einer durchschnittlichen Senkung der Prozesskosten um 20–25% und einer 15% schnelleren Durchlaufzeit. 

Ein klassischer Anwendungsfall ist die Eingangsrechnungsverarbeitung. Im manuellen Setup wird eine PDF-Rechnung ausgedruckt, visiert, kontiert und im ERP abgetippt. Im integrierten System läuft der Prozess vollautomatisch ab: 

  1. KI-Erfassung:
    Die Rechnung trifft per E-Mail ein. Die KI erkennt den Kreditor, liest Rechnungsbetrag, Datum und Positionen fehlerfrei aus. 

  2. Kreditorenworkflow:
    Das Prozessmanagementsystem gleicht die Daten im Hintergrund mit der Bestellung im ERP-System ab. 

  3. Automatisierte Entscheidung:
    Stimmen Bestellung und Rechnung überein, wird die Rechnung in bestimmten Toleranzgrenzen per Dunkelverbuchung automatisch freigegeben. 

  1. DMS-Ablage:
    Das Dokument wird revisionssicher mit allen Prüfprotokollen im DMS archiviert und bleibt direkt aus dem ERP (z. B. SAP, Microsoft Dynamics 365, Abacus u.v.m.) aufrufbar. 

Das Ergebnis: keine Liegezeiten, maximale Skontoausschöpfung und absolute Transparenz über die Liquidität.

Wie startet man schrittweise mit der Prozessdigitalisierung? 

Der Einstieg in ein automatisiertes Prozessmanagement ist oft wesentlich einfacher, als viele Organisationen vermuten. Ein kompletter Systemwechsel («Big Bang») ist weder nötig noch empfehlenswert. 

Erfolgreiche Digitalisierungsverantwortliche setzen auf einen modularen Rollout: 

  • Mit einem konkreten, schmerzhaften Prozess starten (z. B. Rechnungsprüfung, Vertragsmanagement) 
  • Sobald der erste Use Case messbaren Nutzen bringt, auf weitere Abteilungen ausrollen (HR, Qualitätsmanagement) 
  • Nahtlose Integration in bestehende Systemlandschaften sicherstellen (Microsoft 365, Salesforce, ERP-System) 
  • Mitarbeitende in ihrer gewohnten Arbeitsumgebung belassen 

FAQ Prozessdigitalisierung

Können wir Prozesse digitalisieren, ohne unser bestehendes ERP-System auszutauschen?

Ja. Ein modernes DMS agiert als Middleware-Schicht in Ihrer IT-Landschaft. Über standardisierte Schnittstellen tauscht es Daten bidirektional mit Ihrem ERP oder CRM aus. Das führende System für Stammdaten bleibt Ihr ERP. 

Ab wann lohnt sich der Einsatz von KI in unseren Prozessen?

KI-Modelle sind mittlerweile out-of-the-box verfügbar und müssen nicht mehr aufwendig trainiert werden. Der Einsatz lohnt sich bereits bei moderatem, aber regelmässigem Aufkommen an strukturierten oder unstrukturierten Belegen (Rechnungen, Lieferscheine, Auftragsbestätigungen). 

Wie hoch ist der Schulungsaufwand für die Mitarbeitenden?

Durch tiefe Integrationen (z. B. direkte Einbettung in Microsoft Teams oder Outlook) arbeiten Mitarbeitende in den Oberflächen, die sie bereits kennen. Der Fokus liegt bei der Schulung auf den neuen, verschlankten Prozessen, nicht auf dem Erlernen einer komplett neuen Software. 

Geschäftsprozesse einfach digitalisieren und automatisieren
 

DMS aus der Cloud mit KI

 

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Quelle

Erscheinungsdatum

Kernaussage

Link

McKinsey Global Institute, «The economic potential of generative AI»

Juni 2023

Generative KI kann 60–70% der Arbeitszeit automatisieren; Pharma-Beispiel: Bearbeitungszeit um ~60% gesenkt, Fehler um ~50% reduziert

mckinsey.com

Google Research (via Artsyltech)

Kein Datum angegeben

BERT-basierte Dokumentenklassifikation erreicht 92% vs. 81% bei klassischen Modellen (+11 Prozentpunkte)

artsyltech.com

ETSLabs, «Enterprise Process Automation Guide»

März 2026

Unternehmen berichten von 40–60% Reduktion der manuellen Bearbeitungszeit

etslabs.ai

Klearstack, «Intelligent Data Extraction»

Oktober 2025

KI-basierte Datenextraktion reduziert Verarbeitungskosten um 65%, Zykluszeiten um 75%

klearstack.com

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